Debakel in Erkenschick

Alles sollte anders werden als gegen Herne, wurde es aber nicht. Riemke II zeigte in Erkenschwick ein Debakel der Anderen Art. Mit einem lächerlich schwachen Angriffsspiel verlor die Riemker Reserve auch in der Höhe verdient mit 26:14 und beendet den Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz.

Gehen wir mal direkt ans Eingemachte. Ok, einige wichtige Spieler standen nicht zur Verfügung. Erkenschick ist harzfrei, auch zur Kenntnis. Und ja, die Schiedsrichter hatten bestimmt auch schon bessere Tage gesehen. Trotzdem sind das alles keine Gründe eine solche Leistung zu zeigen, wie Riemke am vergangenen Samstagabend. Denn es stand genügend Qualität in grünen Trikots auf dem Platz, harzfrei gilt für Spieler beider Mannschaften und die Schiedsrichter pfiffen auch auf beiden Seiten ihren Stil. Es lag also einzig und allein an den Gästen selbst. Von der ersten Minute an setzte Riemke keine der vom Trainer gegebenen Anweisungen um. In der Abwehr noch halbwegs erträglich, zeigte sich das Team von Trainer Al-Youssef im Angriff äußerst deplatziert. Da das geforderte Tempospiel über weite Strecken nicht umgesetzt wurde, musste man also in den Positionsangriff. Aus eben diesem war Riemke’s Rückraum in 60 Minuten im Stande wahnwitzige 5 Tore zu werfen. Nicht, dass aus anderen Positionen besser gespielt worden wäre oder dass man ihnen die Bemühung absprechen würde, aber der Rückraum ist eben im Handball eigentlich für die meisten Tore verantwortlich.

Tore - Gutes Thema! Wie erzielt man eigentlich Tore im Positionsangriff aus dem Rückraum? Naja,
eben meistens durch in Bewegung bringen der gegnerischen Abwehr und Positionieren seiner Rückraumschützen. Grundlage dazu sind aber genaue Pässe in Kombination mit einem abgestimmten Laufspiel. Leider sieht sich Riemke dazu derzeit nicht in der Lage. Wenn am Samstag dann auch noch die Außen oder der Kreis miteinbezogen wurden, etwa durch Spielzüge, war das teilweise grotesk anzusehen. Fehlpässe, gefolgt von Missverständnissen im Spielaufbau, gefolgt von Diskussionen auf dem Platz – ein Trauerspiel. Zudem wurden die sich ergebenen Torchancen zu Teilen verschenkt. Egal ob Gegenstoß, von Außen oder vom Kreis. So ereignete es sich dann, dass Riemke bereits zur Halbzeit mit 14:5 zurücklag.
In der zweiten Hälfte wurde es dann minimal, aber nur ganz minimal besser und man beendete die Partie mit 26:14. Am Samstag kommt der HTV aus Recklinghausen, wenn da keine Reaktion der Mannschaft zu sehen ist, heißt das neue Saisonziel: „Bloß nicht Absteigen!“. In diesem Sinne, bis Samstag.

P.S.: Ein Dank an Markus Hinz der aus Personalgründen aushalf und sich das Ganze 55 Minuten anschaute, ehe er in den verbleibenden Minuten den Außen zeigte wie man Druck aufbaut.

Für Riemke spielten: Rietdorf, Minwegen (beide Tor), Drechsler, Driesel (2), Jendrusch (2), Kämper (2), Maas (2), Napierala (1), Nowack (3/3), Pietzner (2), Hinz.

Euer Mauro Napierala

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