Zäher Start der Riemker Reserve ins neue Jahr

Im ersten Spiel des neuen Jahres fehlten den Anderen der letzte Biss und die letzte Luft, um mehr als einen Punkt aus Haltern zu entführen. In einer fairen Partie verspielte Riemke in der zweiten Hälfte den Sieg und musste sich mit dem 22:22 zufrieden geben. Mit Blick auf das Fernduell gegen den HTV Recklinghausen ist das umso ärgerlicher, da der HTV sogar zwei Punkte liegen ließ.

Da das laut Spielplan erste Spiel gegen die TuS Westfalia Hombruch II im neuen Jahr aufgrund der nicht gegebenen Hallenverfügbarkeit verlegt werden musste, startete die Riemker Reserve in Haltern etwas verspätet ins neue Handballjahr. Dafür hatte Trainer Al-Youssef gegen den HSC Haltern-Sythen II jedoch eine mehr als voll besetzte Bank zur Verfügung. Zu Beginn der Partie zeigten beide Mannschaften Nerven beim Torabschluss und so fiel erst in der 5. Minute das erste Tor der Partie. Erst weitere fünf Minuten später konnte der HSC ausgleichen. 1:1 und erst zehn Minuten gespielt, ein wahrer Handballleckerbissen bahnte sich in Haltern an. Zum Glück kam die Partie dann doch noch ins Rollen und die Anderen erarbeiteten sich eine 2-Tore Führung (12. Minute, 2:4). Trotz schwacher Chancenverwertung konnten die Gäste in der 23. Minute erstmalig auf vier Tore wegziehen. Da Riemke es allerdings weiterhin vermied ein konsequentes Druckspiel aufzubauen und gleichzeitig die Beine in der Abwehr immer schwerer wurden, konnte Haltern bis zur Pause auf 12:14 verkürzen.
Nach dem Seitenwechsel ging es leider genauso weiter. Der HSC traf zwei Mal in Folge und glich bereits in der 32. Minute zum 14:14 aus. Wie bereits zu Beginn der Partie benötigten die Anderen fast 10 Minuten um ein zweites Tor zu produzieren, sodass die Gastgeber auf 17:15 stellen konnten. Lediglich eine solide, aber auch nicht herausragende Abwehrarbeit sorgte dafür, dass Haltern nicht höher in Führung ging. Daraufhin plätscherte die Partie so vor sich hin. Haltern macht mal ein Tor, dann mal Riemke wieder, dann wird auf beiden Seiten der Ball wieder vertändelt. Apropos vertändelt, leider (oder vielleicht zum Glück) hat niemand die genaue Anzahl der Riemker Ballverluste in Hälfte zwei gezählt. Wenn ich schätzen müsste, würde ich sagen: „Mindestens drölf und maximal paarundzwanzig.“ Stellenweise war die Partie in der zweiten Halbzeit wirklich grausam (10:8 Tore sagt ja auch schon Einiges). Naja Lirumlarum, der Vorteil solcher Spiele ist aber, dass man bis zum Schluss immer die Möglichkeit hat zu gewinnen; den Hebel nochmal umzulegen. Denkste! Eine Minute vor Schluss bekommen die Gäste beim Stand von 22:22 sogar noch genügend Zeit für einen letzten guten Angriff. Allerdings sah die Wirklichkeit so aus, dass knapp 20 Sekunden vor Ende der Rechtshänder auf Rechtsaußen zu einem undankbaren Wurf genötigt wurde, Haltern war dann aber so überrascht den Ball nochmal in die Finger zu bekommen, dass auch die Hausherren keinen geordneten Angriff mehr zustande brachten. Am Ende macht die Riemker Reserve mit dieser schwachen Leistung sogar noch einen Punkt auf den Tabellenzweiten HTV Recklinghausen gut und kommt nochmal so gerade eben mit einem blauen Auge davon. Nächste Woche steht das Derby gegen Herne II auf dem Plan und hoffentlich eine spielerische Steigerung.

Kleine lustige Anekdote noch am Rande: In der 39. Minute sollte David Drechsler für Entlastung in der Abwehr sorgen, lief auf seine Position im Deckungszentrum, musste nach rechts aushelfen, kam zu spät, sah rot und konnte direkt ohne zu stoppen durchlaufen zur Tribüne. Spielzeit: handgestoppte 2,438 Sekunden. Aber auch das kommt sogar in den besten Familien vor, also Kopf hoch Junge!

Für Riemke spielten: Rietdorf (Tor); Lademann (5), Schilling, Kämper (7), Drechsler, Pietzner, Driesel, Böhm (1), Napierala (2), Dworak (2), Nowack, Maas (5/1), Jendrusch (n.e.), Kröger (n.e.), Guenay (n.e.).

Euer Mauro Napierala

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