60 Minuten Hochspannung!

Nach der unnötigen Niederlage in Herne standen die Anderen nicht nur vor der Aufgabe das Heimspiel gegen Erkenschwick zu gewinnen, sondern auch wieder Vertrauen ins eigene Spiel zu erlangen. In einer teilweise sehr nervös geführten Partie überzeugten die Hausherren mit Kampf und Disziplin, obwohl das Spiel lange Zeit auf der Kippe stand und siegten mit 28:27.

Endlich wieder Heimspiel und endlich die Chance wieder den Handball zu zeigen, der die Riemker Reserve im Laufe der Saison bis in die obersten Tabellenregionen gespült hatte. Trainer Al Youssef forderte von seiner Mannschaft Einsatz und die Bereitschaft 60 Minuten nach seinem Matchplan zu agieren. Soviel sei vorweggenommen, das tat sein Team. Von Beginn an hieß die Marschroute: Hinten aggressiv und kollektiv verteidigen und Vorne durch Konzeptionen die individuellen Stärken der einzelnen Spieler in Szene setzen. Gerade in der Offensive hatte es zuletzt gehapert und das merkte man dem Spiel der Anderen deutlich an.
Trotz guter Vorbereitung der Abschlüsse scheiterten die Gastgeber sehr oft an Aluminium oder Torhüter. Dadurch geriet Riemke bis Mitte der ersten Hälfte mit 3 Toren in Rückstand (4:7). Dennoch steckten die Teutonen nicht auf, steigerten sich Defensiv und konnten nach Ballverlusten der Gäste einige Gegenstöße verwandeln. Die berühmten „Einfachen Tore“, die man braucht wenn’s Vorne mal etwas unglücklich läuft. Denn auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte hatten Rückraumtore eher Seltenheitswert. Wie schon geschildert, lag das aber nicht an der falschen Herangehensweise sondern einzig und allein daran, dass das nötige Quäntchen Glück im Abschluss fehlte. Es war stellenweise zum Verzweifeln. Immer wieder sprachen sich die Spieler nach glücklosen Versuchen untereinander neuen Mut zu, es weiter und immer weiter zu versuchen. Dabei war es egal ob eingesetzte Spieler auf der Platte oder Ersatzspieler auf bzw. hinter der Bank, positive Unterstützung gab es vom ganzen Team. Bis zur Pause konnten die Hausherren durch die angesprochenen Schnellangriffe wieder für den Ausgleich sorgen (13:13).
In der zweiten Hälfte blieb es weiter das enge, umkämpfte Spiel. Ausgleich folgte auf Ausgleich. Dabei hatte der Riemker Rückraum weiterhin kein Glück und zunächst waren es wieder die schnellen Außen, allen voran Konstantin Maas der die Hausherren im Spiel hielt. In der 50. Minute ging Erkenschwick dann das erste Mal seit Mitte der ersten Hälfte wieder mit 2 Toren in Führung (21:23). Die Anderen gerieten nun unter Druck. Crunchtime - „Do or Die“ hieß es jetzt. Michael Rietdorf steigerte sich jetzt im Tor und Patrick Pietzner zusammen mit Konstantin Maas sorgten mit je 2 Toren für eine 25:24 Führung (55. Minute). Ausgleich Erkenschwick. Und dann endlich auch mal Glück für den Riemker Rückraum: In Unterzahl und mir drohendem Zeitspiel schloss Daniel Lademann einen zentralen Freiwurf nach kurzem Zuspiel zwingend mit einem Wurf unter den Querbalken ab. Im darauffolgenden Angriff kamen die Gäste zu einem 7-Meter, den Michael Rietdorf zunächst hielt, der Abpraller landete aber postwendend in den Armen des Schützen, der seine zweite Chance nutzte und erneut für den Ausgleich sorgte. Wie gesagt: „Zum Verzweifeln“. Doch Riemke weigerte sich heute im Kollektiv zu verzweifeln, erzwang an diesem Tag sein Glück. Denn Axel Kämper nahm sich im darauffolgenden Angriff ein Herz, tankte sich durch die Abwehr der Gäste und erzielte mit zwei Gegenspielern auf dem Rücken die erneute Führung für die Anderen. Auch diesmal konnte Erkenschwick wieder antworten. Doch wer sonst als Konstantin Maas sollte sonst für den letzten Riemer Treffer sorgen (28:27, 59. Minute). Noch war die Kuh aber nicht vom Eis, Erkenschwick blieb mit gut einer Minute noch ein langer Angriff. Die Anderen verteidigten mit Herz im Verbund und zwangen die Gäste nun in ihre Verzweiflung, denn der Angriff der Gäste blieb ohne finalen Abschluss, zu eng waren die Räume, zu gallig die Riemker Defensive! HEIMSIEG! Extrem wichtige 2 Punkte, unglaublich wichtige Art und Weise und absolut richtiger Matchplan.

Für Riemke spielten: Rietdorf, Minwegen (Tor); Lademann (4), Kröger, Kämper (2), Drechsler, Pietzner (3), Driesel, Böhm (3), Rink (2), Napierala (1), Dworak (2), Nowack, Maas (11/2), Jendrusch.

Euer Mauro Napierala

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