Energieleistung in Witten!

Im letzten harzfreien Spiel der Saison, erkämpft sich Riemke einen hochverdienten Sieg und festigt Platz vier in der Tabelle. Obwohl die Anderen ohne Trainer und mit nur neun Feldspielern anreisten, machte gerade die zweite Hälfte den Unterschied aus.

Samstagabend harzfrei in Witten, na herzlichen Glückwunsch! Da dachte sich Trainer Al Youssef, „ab nach Hamburg, da isses schöner!“. Daher musste der verletzte Dominik Driesel das Amt in Witten übernehmen. Da gibt’s auch dankbarere Aufgaben, denn bisher zeigten sich die Anderen ohne das klebende Elixier eher bock- und sieglos. An diesem Samstag herrschte aber aufgrund der personellen Ausgangssituation eher eine „Jetzt-erst-recht-Stimmung“ im Team. Riemke begann mit Neuzugang Thomas Bujara im Abwehrzentrum und brauchte einige Minuten, bis die Absprache funktionierte – gleiches galt für den Angriff. Bis Mitte der ersten Hälfte sahen die Zuschauer eine durchwachsene Partie, die nur langsam an Fahrt aufnahm (6:6, 19. Minute). Nach einigen Fehlern geriet Riemke sogar kurz mit 11:8 in Rückstand, konnte bis zur Pause aber noch auf 11:10 verkürzen. In der Pause besprach man einige Defizite und machte sich nochmal klar, dass der Wille hier ausschlaggebend sein wird und offensiv mehr eins gegen eins gegangen werden muss.
Die Anderen kamen dann fulminant aus der Pause. Die Abwehr stand, Rietdorf fing im Tor einige Bälle mit der Mütze und im Positionsspiel konnte nun mehr Druck entwickelt werden - ruckzuck stand es 11:16. Mit einem 0:6-Lauf aus der Pause, das kann einer Heimmannschaft schon mal das Genick brechen. Da half nicht mal mehr die Auszeit der Gastgeber. Gleichzeitig sann Driesel seine Mannen darauf ein jetzt nicht nachzulassen und weiter Druck auszuüben. Gesagt, getan – Riemke marschierte weiter und erhöhte auf 13:21 (47. Minute). Witten schien dann zu glauben, mit etwas mehr Härte und kleinen Nickeligkeiten nochmal ins Spiel zurückkommen zu können. Für einen kurzen Moment ließ sich Riemke jetzt von der hitzigen Atmosphäre anstecken lassen. Allerdings war die rote Karte gegen Moritz Schilling unabhängig vom Spielverlauf etwas überzogen und trug nicht zur Beruhigung der Gemüter bei. Die Anderen fanden trotzdem ein anderes, besseres Ventil: Kampf annehmen, fair bleiben und die aufgeladene Energie in die Entschlossenheit der eigenen Aktionen legen. So einige Male gesehen bei dem angeschlagenen Axel Kämper; der Junge ist dann auch einfach mal nicht zu halten, auch nicht zu zweit, auch nicht von der Seite, einfach mal gar nicht. Mit der gezeigten Leistungssteigerung erlaubten die Anderen, vor allem Michael Rietdorf, den Hausherren gerade einmal sechs Tore in Durchgang zwei, während man selbst 17 mal erfolgreich war. Alles in allem eine wirklich starke Leistung von Spielern und Trainer, Driesel gönnte seinen Leistungsträgern zur richtigen Zeit eine kurze Pause und verteilte die Last damit optimal auf die wenigen Schultern die zur Verfügung standen.

Für Riemke spielten ganz stark:
Mitsch „Die Wand“ Rietdorf, Erkan „Der Otto“ Günay, Daniel „Den mach ich von 11 Metern“ Lademann, Freddi „Der Lauch“ Kröger, Moritz „Trifft von Linksaußen“ Schilling, Axel „Der Traktor“ Kämper, Torsten „Der Neue“ Bujara, Pete „Die graue Eminenz“ Pietzner, Jacky „Wär‘ ich mal besser Linkshänder geworden“ Böhm, Christoph „Der Fallwurf“ Nowack und Mauro „Kapitano“ Napierala.

Auf der Tribüne unterhielt sie: David „Pummelchen“ Drechsler und Konny „Die Tormaschine“ Maas.

Beste Grüße, euer Mauro Napierala

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