Punkteteilung in Hombruch

Im Topspiel der Liga trafen am vergangenen Samstag die Tabellennachbarn aus Hombruch und Riemke aufeinander. Doch was die Zuschauer sahen war maximal aufgrund der Spannung ein Topspiel, auf keinen Fall aber wegen der spielerischen Klasse. Nach 60 Minuten stand es 20:20 und keine der beiden Mannschaften wusste so recht, ob der Punkt jetzt als verloren oder gewonnen zu bezeichnen war.

Die Anderen wollten gegen die Hombrucher Reserve zeigen, dass man zurecht im oberen Tabellendrittel zu finden ist und mit einem Sieg an Hombruch vorbeiziehen. Leider fiel Coach Al Youssef kurzfristig aus und Mauro Napierala musste den Trainerpart übernehmen. Die Anderen agierten zu Beginn der Partie etwas unglücklich und mussten zunächst einen Rückstand hinnehmen (3:1, 5. Minute). Danach kam Riemke besser ins Spiel und ging in der 12. Minute erstmals in Führung. Zu dieser Zeit bot der Gast schnelles und konzentriertes Angriffsspiel, was dazu führte, dass die Anderen in der 20. Minute mit 7:10 in Führung lagen. Die 3-Tore-Führung muss Riemke eigentlich auch mit in die Pause nehmen, man fing sich aber mit dem Pausenpfiff noch völlig unnötig ein Rückraumtor. Dennoch war das 10:12 eine verdiente Halbzeitführung, die ausgebaut werden sollte. Leider war das nur kurzfristig möglich.
Riemke eröffnete mit 2 Toren in Folge und baute die Führung auf 10:14 aus. Dann entwickelte sich allerdings eine an Ideenlosigkeit und Unbeweglichkeit kaum zu unterbietende 2. Hälfte. Das gilt im Übrigen für beide Mannschaften. In der 35. Minute erzielte Riemke das 13:15, ab diesem Zeitpunkt, also in den verbliebenen 25 Minuten errangen beide Mannschaften in Addition noch sage und schreibe 12 Treffer. Dabei gingen die Gastgeber zwar nochmal in Führung, die Anderen konnten Hombruch aber wieder rechtzeitig einfangen. In der letzten Minute hätten beide Mannschaften die Möglichkeit gehabt, dass Spiel noch für sich zu entscheiden, aber wie gesagt, die offensiven Reihen waren nicht gerade auf höchstem Niveau an diesem Tag.
Jeweils 3 Spieler erzielten 17 bzw. 16 Tore für Hombruch und Riemke. Alleine diese Zahlen zeigen die Variabilität die von den Teams geboten wurde. Beide Mannschaften versuchten mit punktellem Druckspiel und einigen wenigen Spielzügen die super defensiven 6:0-Deckungen auseinander zu ziehen und Lücken zu reißen. Allerdings hatten abgesehen von den je drei Spielern pro Team alle anderen Beteiligten so wenig Zug zum Tor, dass das Ganze auch recht simpel zu verteidigen war. Folglich haben die Schiedsrichter wahrscheinlich heute noch Muskelkater vom Anzeigen des Passiven Spiels, denn dies musste in der zweiten Hälfte immer häufiger angezeigt werden, da keine Mannschaft in der Lage war, schnell und bestimmt Torchancen zu kreieren. Sinnbildich ging das Spiel dann auch zu Ende, Hombruch schließt zu früh ab und vergibt, Riemke weiß 15 Sekunden vor Schluss auch nicht so richtig was mit dem Ballbesitz anzufangen und schenkt Hombruch nochmal die Chance zum Sieg. Hombruch nutzt die Gelegenheit aber auch nicht.
Tja, spannend war’s, aber nicht schön. Am Ende bekommt jeder einen Punkt und innerhalb der Teams streiten die Pessimisten mit den Optimisten wer jetzt eigentlich näher am Sieg war. Subjektiver Eindruck von mir: Riemke muss nach den guten 5 Minuten zu Beginn der zweiten Hälfte weiter den Druck auf den Gastgeber forcieren und schon 10 Minuten vor Schluss das Ding klargemacht haben.

Für Riemke spielten: Rietdorf, Reimer (beide Tor); Lademann (1), Bertlich, Rink (6), Böhm (1), Driesel, Scharf (4), Bujara, Napierala, van Stigt (2), Maas (6), Schilling.

Euer Mauro

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