Da war mehr drin

Am Sonntagnachmittag reiste der Riemker Tross nach Dortmund um beim Aufstiegsaspiranten Wellinghofen vorstellig zu werden. Ohne Trainer Al Youssef schlugen sich die Anderen leider selbst und mussten sich mit einer 30:26 Niederlage begnügen. Damit bleibt Wellinghofen im Rennen um den Aufstieg und Riemke weiterhin im Niemandsland der Tabelle.

Trainer Al Youssef fehlte krankheitsbedingt und übergab das Coaching an Mauro Napierala und Daniel Lademann, letzterer war leider ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen nicht einsatzfähig. Zu Beginn gestaltete sich die Partie temporeich und ausgeglichen. Bis zur 11. Spielminute, als aus einem 4:4 ein 6:4 für die Gastgeber wurde und sich eine erste Tendenz abzeichnete. Diesen Vorsprung konnte Wellinghofen in der Folge weiter ausbauen: 13:8, 25. Minute. Auf Riemker Seite fehlte es am Zugriff im Abwehrzentrum und ausnahmsweise auch mal an einer Torhüterleistung. Hinzu kam, dass die Gäste wieder einmal nicht ihr Potenzial in der Offensive ausschöpften. Besonders ärgerlich, da Wellinghofen auch nicht zufrieden sein konnte mit der eigenen Torhüterleistung und Riemke jetzt wieder begann, 7-Meter zu verwerfen (2 bis dato). Trotz allem ging es „nur“ mit einem 14:10-Rückstand in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel stand die Riemker Defensive zunächst besser, während offensiv mit mehr Willen und Zielstrebigkeit agiert wurde. Die Leistungssteigerung schien auch bei den Gastgebern Wirkung zu zeigen und so konnte sich Riemke bis zur 42. Minute auf ein 20:19 herankämpfen. Die Aufholjagd blieb aber leider brotlos. Immer wieder verfiel Riemke in die Lethargie der ersten Hälfte. Defensiv wurde zum Einen nicht richtig zugepackt und zum Anderen nicht ausreichend geholfen. In der Offensive vergaßen die Gäste erneut, sich zu belohnen. Beispielhaft sind weitere zwei verworfene 7-Meter zu nennen. Das Resultat: Der Gastgeber konnte sich erneut mit sechs Toren absetzen (29:23, 55. Minute). Ein wenig Ergebniskosmetik war noch drin, aber am Ende steht eine verdiente 30:26 Niederlage und der schwache Trost, dass mehr drin gewesen wäre. Man könnte auch sagen, dass nach den letzten Glanzleistungen im Tor der Anderen mal die Feldspieler an der Reihe gewesen wären ein Spiel zu entscheiden, dies wurde jedoch leider vermieden.

Für Riemke spielten: Reimer, Rietdorf (beide Tor); Hein (4/2), Kämper, Drechsler, Böhm (2), Driesel, Scharf (1), Bujara (3), Napierala, Dworak (1), Rink (5), Maas (10/2)

Sponsoren