Auswärtsmisere bleibt bestehen

Im Auswärtsspiel gegen den Wittener TV zeigt Riemke nur punktuell eine zufriedenstellende Leistung und verliert verdient mit 29:22 beim mittlerweile Tabellendritten. Zu wenig Leidenschaft, zu wenig Konzentration und zu wenig Mut waren die Gründe für die deutliche Niederlage. In der Schule würde man sagen: „Setzen 6, eigentlich 8!“.

Bisher stehen die Anderen bei genau einem Auswärtspünktchen und das sollte sich eigentlich gegen Witten ändern. Dabei begannen die Gäste gar nicht mal so schlecht, wie das Ergebnis es vermuten lassen könnte. Die erste Halbzeit war durchweg ausgeglichen und versprach eine enge Partie. Auch wenn natürlich nicht alles optimal lief und auch da schon Luft nach oben war.
Dennoch ging die Riemker Reserve mit einer knappen 11:12 in die Pause. Im zweiten Spielabschnitt erhöhte Riemke sogar auf 11:13, nur um dann völlig den Faden zu verlieren. Es folgte bis zur 44. Minute ein 10:2 Lauf der Gastgeber in dem viele Nachlässigkeiten zusammenkamen und von dem sich die Anderen nicht mehr erholen konnten. Zum Einen stellte Witten auf eine offensivere Deckung um. Überrascht von dieser taktischen Variante brauchten die Gäste erstmal 4 – 5 Ballverluste, um sich neu zu sortieren. Zum Anderen ließ gleichzeitig die Aggressivität in der Deckung nach, dadurch ergaben sich, wenn nicht ohnehin durch Gegenstöße, einfache Abschlüsse für die Gastgeber. Um weitere Verunsicherung zu schüren, holten sich diverse Spieler absolut unnötige Zeitstrafen ab: Hier ein Schubser von der Seite, da mal ein Trikotzupfer von hinten, und so weiter. Zeitstrafen, die zusätzlich zu einem Gegentor ausgesprochen werden und so fahrlässig zustande kommen, brechen sowohl Moral als auch Genick der gesamten Mannschaft. Das Resultat war eine leblose, kampflose Schlussphase in der Witten der Vorsprung noch leicht ausbaute und Riemke mehr schlecht als recht das Ende herbei sehnte. Am Ende steht ein 29:22, das als Quittung für Kopflosigkeit und mangelhafte Konsequenz steht.

Und dann fragst du dich wieder: „Woran hat et jelegen?“. Ich versuche mal eine persönliche Antwort zu geben. Nach dem 27:19 Sieg aus der Hinrunde waren wohl nicht alle Spieler vollends fokussiert. Dabei ist genau das notwendig, um in Witten zu bestehen. Man kann den Gastgebern viel absprechen, aber kämpferisch muss man eben schon dagegenhalten, sonst geht’s in die Hose, so wie am Wochenende gesehen. Darüber hinaus, dass hat sich schon öfter gezeigt, ist die Mannschaft nicht in der Lage eine Schwächephase zu verdauen, die zu einem Rückstand führt. Denn zur Auszeit von Al Youssef stand es 20:15 und es waren noch knapp 20 Minuten zu spielen, also nichts Unmögliches, aber es gab nicht mal ein ernstzunehmendes Aufbäumen. Stattdessen laufen die Spiele so, dass wir entweder die lange Zeit dran sind, mithalten und uns dann irgendwann absetzen oder eben Faden und Spiel verlieren.

Die nächsten Gegner: SG Suderwich (H), HSG Rauxel-Schwerin (H), HSC Haltern-Sythen II (A). In den Spielen wird sich ganz unverblümt und rücksichtslos zeigen, ob wir zum Ende der Saison noch nach unten schauen müssen oder nicht. Schaut man auf die Tabelle wird schnell klar, dass sind Mannschaften aus der direkten Nachbarschaft. Also warten auf die Anderen 3 4-Punkte-Spiele in Folge, das sollte man ernst nehmen und mehr für die mentale Vorbereitung tun, als sich nur auf die Heimstärke zu verlassen!

Für Riemke spielten: Rietdorf, Pasch (beide Tor); Hein (1), Lademann (1), Rink (3), Drechsler, Böhm, Driesel (7/4), Napierala, Bujara (3), Dworak (2), Scharf (3), Maas (2).

Euer Mauro

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